Ein kleines bisschen Heimat..

Raffa, Kathi & Ich
Raffa, Kathi & Ich

Ihr Lieben,

es ist Sonntagnacht am 8. September 2013 und ich bin vor lauter deutschem Bier total hibbelig. Und weil ich sowieso nicht schlafen kann, kommt hier ein neuer Blogeintrag.
Ich habe mal wieder ein wunderschönes Wochenende hinter mir. Aber dieses bleibt wirklich ein durchaus unvergessliches!

Nachdem wir heute Nachmittag eine ausgiebige Tour durch unser geliebtes Chicago gemacht haben, erneut am Navy Pier waren, Riesenrad gefahren sind usw. haben wir uns heute Abend entschlossen noch das Deutsch-Amerikanische Fest in einem etwas außerhalb gelegenem Szeneviertel Chicagos zu besuchen.

Recht spät und mit schon einigen Kilometern in den Beinen sind wir mit wirklich geringen Erwartungen also losgezogen.

Dort angekommen waren wir einfach nur baff.

Nach 7 Wochen Amerika und einem Leben in einer total anderen Kultur, haut dich der Duft von Thüringer Rostbratwurst, Sauerkraut und urbayerischem Bier einfach um!

Zwischen den zahlreichen Ständen vom „Schuplatterlverein“ bis hin zu den „Donauschwaben“ haben wir uns erst einmal durchgefressen um dann mit neu gewonnener Energie die Tanzfläche zu stürmen und ausgiebig zu bayerischer Blasmusik das Tanzbein zu schwingen. Mei tut des gut!

Für ein paar Stunden haben wir dort wirklich vergessen, dass wir mitten in der 20 Millionen-Stadt Chicago sind und haben uns einfach nur heimisch gefühlt.

Natürlich findet ihr zu diesem Spektakel wieder einige Bilder in der Galerie!

Nach und nach haben uns viele Festgäste als Deutsche „erkannt“ und wir kamen mit ganz vielen interessanten Menschen ins Gespräch.

Die meisten hier haben deutsche Wurzeln und sprechen mehr oder weniger gut Deutsch. So lernten wir zum Beispiel Dennis kennen, dessen Eltern während des 2. Weltkrieges von Essen nach Chicago geflohen sind oder Nicole, die vor 20 Jahren nur 2 Straßen von mir entfernt hier in Wilmette ihr Au pair Jahr gemacht hat, sich unsterblich verliebt hat, geheiratet hat und einfach hiergeblieben  ist.

Weil wir ja unter den meist älteren Besuchern mit die jüngsten waren und somit eine kleine „deutsche Attraktion“ haben wir natürlich den ganzen Abend „beer for free“ bekommen und haben uns dann sehr spät am Abend glücklich und zufrieden auf den Heimweg gemacht.

Wir waren übrigens Kathi, Raphael, eine Finnin, die wir in Downtown kennengelernt haben und ich!

Wir hatten einen wirklich tollen Abend mit vielen Glücksmomenten, die die ab und an aufkommende Sehnsucht nach der Heimat schnell wieder vergessen lassen.

Weil ich aber in 5 Stunden schon wieder Bellas Lunchbox richten und Johns Windeln wechseln muss, geh ich jetzt mal schnell ins Bett!

Tausend Küsse,

Eure Lisa.

 

P.S. : ich stinke fürchterlich nach Bier und Essen aber es fühlt sich saugut an! J

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