I am back!

Ihr Lieben!

Es fühlt sich wirklich nach einer Ewigkeit an seit ich meinen letzten Blogeintrag geschrieben habe.

Wie die meisten von euch wahrscheinlich mitbekommen haben waren die letzten zwei Monate ziemlich verrückt und es passierten Dinge die ich überhaupt nicht erwartet hatte.

Ziemlich schnell nach unserem Washington Trip im September ging es mit meinem gesundheitlichen Zustand rapide abwärts.

Mein Körper fühlte sich überhaupt nicht mehr an wie sich selbst, ich war dauerhaft müde, hatte starke krampfähnliche Bauchschmerzen und fast durchgängige Kopfschmerzen. Ich wusste sehr schnell dass mit mir etwas nicht stimmt, schließlich kennt jeder seinen Körper wohl am besten. Und ich kann von Glück reden dass ich mir das sehr schnell eingestanden habe.

Ich bin in den folgenden 2-3 Wochen zu verschiedensten Ärzten und Spezialisten im Großraum Chicago gegangen, denn mittlerweile hatte ich auch einiges an Wasser eingelagert.

Leider wusste mir keiner dieser Ärzte wie man mir helfen konnte und einige hatten auch leider nicht die Motivation dazu.

Für außenstehende Menschen, die mich in meinem Normalzustand nicht kennen mag ich vielleicht auch gar nicht krank ausgesehen haben, aber mittlerweile hatte ich mich doch sehr stark verändert.

Ich bin jeden morgen mit geschwollenen Augen aufgewacht und hatte in diesen zwei Wochen um die 13kg an Gewicht zugenommen.

Das hat alles überhaupt nicht zu mir und meinem Körper gepasst und zusätzlich ernähre ich mich in den USA fast noch gesünder als in Deutschland weil meine Gastfamilie einfach unheimlich viel Wert darauf legt.

So langsam wusste auch ich mir nicht mehr zu helfen und natürlich wurde auch meine Familie zuhause in Deutschland immer nervöser und beunruhigter.

Nach langem hin und her, weiteren Arztbesuchen und mit Unterstützung meiner Gastfamilie und meiner Freundin Kathi habe ich mich Anfang Oktober dazu entschieden nach Hause zu fliegen, um mich in Deutschland in ärztliche Behandlung zu geben.

Nachdem ich in den USA innerhalb drei Wochen keinen einzigen Ultraschall, EKG oder Röntgentermin bekommen habe, stand meine Entscheidung fest.

Das Gesundheitssystem in den USA ist leider nicht das beste und es stehen eher die Dollarzeichen als der Patient im Vordergrund.

Zwei Tage nach dem ich diese Entscheidung getroffen hatte saß ich auch schon im Flugzeug Richtung Heimat, wo mich eine gute Versicherung, Ärzte die mich schon sehr lange kennen und vor allem meine Familie erwarteten.

Noch am selben Tag meiner Ankunft in Deutschland wurde ich stationär aufgenommen und in den folgenden Tagen wurde ich von Grund auf durchgecheckt.

Ich war insgesamt eine Woche im KH und hatte anschließend nach so vielen Wochen endlich ein Ergebnis.

Vor einiger Zeit (der Zeitpunkt kann schon Jahre aber vielleicht auch nur ein paar Wochen zurückliegen) hatte ich wohl einen Virus in mir der nicht auskuriert wurde bzw. sich vielleicht überhaupt nicht bemerkbar gemacht hatte in mir, welcher sich in mein Herz geschlichen hatte und eine Herzmuskelentzündung verursacht hatte. Glücklicherweise war diese schon am ausheilen.

Nicht auszudenken was hätte passieren können wenn ich dem Rat der Internistin in den USA „Gehen sie doch einfach mal ins Fitnessstudio und schauen sie was passiert!“ gefolgt hätte. Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt zu schwach um ihren Tipp umsetzen zu können.

Ich hatte nun also ein Deutschland ein Ergebnis, allerdings hat man es auch im Krankenhaus nicht für nötig gehalten mir die richtigen Medikamente zu verschreiben.

Am meisten geholfen hat mir letztendlich meine Kinderärztin.

Sie war regelrecht erschrocken über meinen Anblick als ich das erste mal in ihre Praxis kam – sie kennt mich schließlich am längsten unter all den Ärzten.

Wie immer hat sie sich unheimlich viel Zeit und Geduld für mich genommen und wusste letztendlich auch was zu tun war.

Somit verschrieb sie mir etliche Medikamente die in den folgenden Tagen bereits glücklicherweise ihre Wirkung zeigten.

Die Kombination aus Andis spitzenmäßigen Lymphdrenaigen und den Entwässerungstabletten führte dazu dass ich mich nach langer Zeit endlich wieder besser fühlte.

Und so traf ich gemeinsam mit meiner Familie die Entscheidung dass ich wieder zurück in die USA gehen werde und mein Jahr hier so gut es geht genießen werde.

Mittlerweile bin ich schon wieder ein paar Wochen in Chicago und ich habe meine Entscheidung noch einmal herzukommen bisher nicht bereut, auch wenn das zweite Mal von zuhause wegzugehen eindeutig schwerer war.

Denn auch wenn ich den gesundheitlichen Aspekt mir und all den Beteiligten sehr gerne erspart hätte habe ich mich unheimlich darüber gefreut meine geliebten Freunde und die Familie wieder zu sehen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei euch bedanken. Man lernt doch schon nach drei Monaten Freundes- und Heimatentzug auf wen man letztendlich zählen kann.

Ihr ward mir eine unglaubliche Unterstützung und ich bin sehr froh dass es euch in meinem Leben gibt.

Mein Genesungsprozess wird noch ein Weilchen dauern – vielleicht noch ein paar Wochen oder sogar Monate. Bis dahin muss ich mich noch Gedulden wieder auf große Abenteuerreisen zu gehen und auch Sport oder körperlich schwere Anstrengung sind noch nicht drin.

Trotzdem fühle ich wie es mir fast täglich schon wieder besser geht und ich freue mich auf die kommende Zeit.

Ich habe lange überlegt ob ich die letzten Wochen in meinem Blog erwähne. Aber vielleicht gehören eben auch solche Erlebnisse zu solch einem Abenteuer und schließlich gab es auch im Nachhinein natürlich viele Fragen die ich hiermit beantwortet haben will.

Fühlt euch feste umarmt in der Heimat,

 

eure Lisa.

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