Hawaii Tageuch #3 - Donnerstag

Ihr Lieben,

heute will ich euch endlich mal ein bisschen ausführlicher berichten!

Der heutige Tag bietet mir immerhin einiges an Erzählungsstoff. Dieser Blogeintrag soll euch schon mal ein bisschen einen Überblick über die Hauptinsel Hawaiis geben wie ich sie bisher und vor allem heute erleben durfte. Ein ausführlicher Bericht über die Insel an sich und einige Fakten dazu folgt am Ende dieses Urlaubs.

Doch nun zum heutigen Tag..

Bereits um 5:30 Uhr klingelte unser Wecker, denn wir wollten bereits eine Stunde später und somit noch vor Sonnenaufgang uns auf den Weg nach Hilo machen.

Wir haben uns für den heutigen Tag einiges vorgenommen gehabt und vor allem ich war ja wie bereits gestern schon erwähnt ziemlich aufgeregt und gespannt.

Um das Geheimnis hiermit zu lüften: Um Punkt 8 Uhr setzten mich Liisa, Mark, Bella und John nach 1,5 Stunden Autofahrt einmal quer durch die Insel am Flughafen der Stadt Hilo ab. Hier stand nämlich mein allererster Helikopterflug bevor.

Mit allen Sicherheitsvorkehrungen bekannt gemacht, umgezogen und eingecheckt durfte ich dann endlich einsteigen. Weil es das Schicksal gestern außerordentlich gut mit mir meinte, wurde mir der allerbeste Platz im Helikopter ganz vorne am Panoramafenster neben dem Pilot zugeteilt.

Ich hatte ja wie bereits gesagt wirklich ein bisschen Magengrummeln davor. Allerdings hatte ich mich ab dem ersten Moment an sehr sicher und gut aufgehoben gefühlt!

Angeschnallt, Kopfhörer auf und Mikrofon an, sind wir dann kurze Zeit später endlich abgehoben!

Vielleicht wisst ihr, dass solche Helikopterrundflüge- speziell auch in Hawaii- recht teuer sind.

Liisa und Mark hatten mir diesen Rundflug anstatt meines wöchentlichen Gehalts, welches ich übrigens nach dieser phantastischen Woche für mich und all den Möglichkeiten die sich mir dadurch geboten haben keinesfalls verlangt hätte, geschenkt.

Ich hatte mich für die Tour über die aktiven Vulkane und die endlos langen Wasserfälle entschieden.

Eine grandiose Entscheidung!

Zum ersten mal in meinem Leben habe ich Lava und rauchende Vulkane gesehen und durfte auch noch direkt über sie hinwegfliegen! Weil das vom Vulkan herunterfließende Lava in Richtung der Küste fließt und dort verhärtet, ist Hawaii – the big island die einzige Insel der Inselgruppe Hawaií  welche sich stets vergrößert.

Es dauert übrigens sechs Jahre bis auf den ausgehärteten Lavafelsen wieder Vegetation anfängt zu wachsen.  Zu der Vielfältigkeit der Insel erzähle ich euch wie erwähnt was in meinem Abschlusspost, der voraussichtlich morgen folgt.

Wir sind also aufwärts an der Küste entlang weitergeflogen bis wir zu den atemberaubenden Wasserfällen gelangten und über ihnen kreisten. Bilder hierzu findet ihr natürlich wieder in meiner Galerie. Viel zu schnell ging dieses Erlebnis leider zu Ende und somit sind wir nach knapp einer Stunde wieder über den Hafen der Stadt Hilo gen Flughafen geflogen und schlussendlich sicher gelandet.

Ich hätte allerdings noch Stunden in dem Helikopter verbringen können und wollte gar nicht aussteigen.

Noch ein schnelles Abschlussfoto geknipst habe ich mich dann wieder Richtung Flughafenausgang gemacht und das nächste Taxi gesucht.

Denn während ich über der Insel schwebte ist der Rest der Familie mit dem Auto in Richtung der Vulkane gefahren (natürlich hatten sie nicht einen annähernd guten Blick über das Naturspektakel)!

Ich habe mich also mit dem Taxi in die Hafenstadt Hilo kutschieren lassen und habe dort ein paar schöne Stunden verbracht. Hilo ist nicht wirklich groß und somit konnte ich die Stadt gut zu Fuß erkunden.

Weil ich wirklich viel Zeit hatte bis die Familie mich wieder einsammelte bin ich nicht nur durch alle Souvenirläden der Stadt spaziert, sondern habe auch eine katholische Mittagsmesse in einer rosanen Kirche besucht und mich mit drei Obdachlosen Herren in einem Stadtpark über die Diversitäten unserer verschiedenen Weltreligionen unterhalten.

Das war wirklich – wer hätte es gedacht- äußerst interessant. Sie haben mir so einiges aus ihren Leben erzählt. Keiner von Ihnen wurde auf Hawaii geboren. Alle drei sind sozusagen Aussteiger ihres alten Lebens und leben auf der Straße und in der Natur nicht etwa weil sie sich kein besseres Leben leisten können (einer besitzt sogar ein recht ordentliches Auto) sondern weil sie frei und ungebunden sein wollen!

Mich fanden sie übrigens auch ganz spannend, denn Europäer trifft man auf Grund der Entfernung eher selten auf Hawaii an.

Nachdem ich Hilo dann wirklich bis ins letzte Eck erkundet habe, haben mich dann Liisa und Mark mit Bella und John um die Mittagszeit wieder abgeholt und wir sind weiter zu einem Nationalpark der Insel gefahren, der voll  von endlos langen Wasserfällen ist. Hier haben wir einen kleinen Rundweg absolviert und es hat dort auch zum ersten Mal seit wir auf der Insel geregnet. Eigentlich ist hier übrigens Regenzeit! So ein Guss verschmerzt man aber doch recht leicht wenn die Temperatur dabei um kein Grad sinkt und es trotzdem noch um die 30 Grad hat.

Über Bergdörfer, viele Farmen und wunderschöne naturbelassene Landschaften hinweg sind wir nun zu unserem nächsten und letzten Tagesziel gefahren.

Eine riesige sogenannte Valley (es tut mir leid – ich finde das passende deutsche Wort nicht dazu – vielleicht Tal?!) , die aussieht wie ein Regenwald, durch die ein Fluss fließt der im Pazifischen Ozean endet und welche einen atemberaubenden schwarzen Strand hat, konnten wir nur mit Hilfe unseres Off-Road Jeeps besuchen. Normale Autos schaffen es dorthin nämlich leider nicht und ein Fußmarsch würde vermutlich einen halben Tag dauern!

Hier leben übrigens einige sehr gläubige Menschen zwischen allmöglichen Arten von Flora und Fauna.

Dies ist definitiv ein Ort, der eine ganz besondere Magie in sich hat und den ich nie vergessen werde.

Den langen Weg nach oben und zurück zum Hotel haben wir dann auch noch hinter uns gebracht und schon bald war die Sonne untergegangen.

Müde aber überglücklich bin ich gestern Abend in mein Bett gefallen.

Ich habe wirklich in nur einem Tag unglaublich viel von dieser schönen und so vielfältigen Insel sehen dürfen und ich weiß jeden Moment davon sehr zu schätzen.

Auch wenn ich all die Eindrücke sehr gerne mit so vielen von euch gemeinsam erleben würde, bin ich unglaublich dankbar dass ich die Chance dazu habe und hier sein darf.

Ich hoffe euch geht es auch gut!

Fühlt euch feste umarmt von der anderen Seite der Erde,

 

eure Lisel

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