Roadtrip mit Papa - April 2014

Ihr Lieben,

wie versprochen folgt endlich mein Blogeintrag über die Zeit mit Papa und unseren Roadtrip.

Also ganz von vorne:

Ungefähr gegen Ende Februar hat meine Gastfamilie mir gesagt, dass ich während der Frühlingsferien Ende März/Anfang April für eine Woche frei haben werde, da sie selbst Liisas Familie in Kanada besuchen.

Weil es für mich selbst ein bisschen kurzfristig war und leider auch sonst niemand hier aus meiner Umgebung für dieses Zeitraum frei hatte um reisen zu gehen, haben Papa und ich dann einfach kurzerhand beschlossen, dass er zu mir kommt.

Gesagt – getan, stand Papa dann also donnerstagmittags vor meiner Haustür.

Ich habe mich natürlich unfassbar auf seine Ankunft gefreut. Noch am gleichen Tag lernte er meine Gastfamilie kennen und wir saßen noch eine Weile zusammen. Freitags musste ich allerdings noch arbeiten, aber so konnte Papa gleichzeitig einen kleinen Einblick in meinen Au Pair Alltag bekommen.

Das darauf folgende Wochenende haben wir ganz gemütlich angegangen.

Den Samstag haben wir mit typisch amerikanischem Frühstück gestartet und den restlichen Tag mit Sightseeing verbracht.

Sonntags waren wir ebenfalls in downtown Chicago und haben uns die Stadt vom höchsten Stock des John Hancock Towers in der Vogelperspektive angeschaut.

Von hier aus hat man eine unvergleichbare Sicht auf die Innenstadt Chicagos, ihr Umland und den Lake Michigan und jeder, der Chicago mal bereisen sollte, muss unbedingt nach oben.

Gegen Sonntagnachmittag sind wir dann von Chicago aus ungefähr 1,5 Stunden nördlich  in die Stadt Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin gefahren. Hier ist nämlich das Harley Davidson Museum und das war natürlich ein Must-see für Papa.

Danach haben wir uns die Innenstadt und den Hafen, übrigens ebenfalls am Lake Michigan gelegen, angeschaut und haben uns danach wieder auf den Heimweg gemacht, wo wir dann für meinen Gastpapa Mark und meine Freundin Kathi Steak gegrillt haben und den Abend noch bei dem ein oder anderen Glas Wein ausklingen lassen haben.

Montagmorgen haben wir uns dann auf zum Flughafen gemacht und unseren Mietwagen(Rennauto trifft es wohl eher) abgeholt.

Wir waren also startklar für unseren Roadtrip.

Nach einer kleinen Irrfahrt durch Illinois waren wir dann nach einer Weile auch endlich auf dem richtigen Weg.  Unser Plan war wie folgt: Von Chicago aus durch die Bundestaaten Indiana und Michigan, über die Grenze nach Kanada in Detroit, vorbei am Eriesee nach Toronto und schließlich zu den Niagarafällen – unserem Ziel. Die Nacht von Montag auf Dienstag haben wir bereits in einem kleinen aber gemütlichem Hotel in Kanada direkt am Eriesee verbracht. Wir waren ziemlich müde und sind ratzfatz und recht früh eingeschlafen, schließlich sollte es am nächsten Morgen doch relativ früh wieder weitergehen. Und so kamen wir dienstagmittags in der Millionenstadt Toronto (liegt übrigens am Ontariosee) an.

Toronto hat uns sehr gut gefallen . Ich mag den Charme der vielen hohen Gebäude direkt am See einfach sehr gerne und dadurch hat Toronto auch eine große Ähnlichkeit zu Chicago. Wir haben uns also die Stadt ein bisschen angeschaut, gut Mittag gegessen und sind dann noch ein bisschen durch die Läden geschlendert.

Gegen Spätnachmittag haben wir uns dann entschieden die nächste Nacht allerdings nicht in Toronto zu verbringen, sondern noch zu den Niagarafällen zu fahren, die ungefähr 2 Stunden von Toronto entfernt sind.

Dort angekommen haben wir uns entschieden uns den einmaligen Luxus eines Hotelzimmers mit Blick auf die Niagarafälle zu gönnen. Und es hat sich sowas von gelohnt.

Wir hatten von hier aus die allerbeste Sicht auf die Fälle sowohl bei Sonnenuntergang als auch in der Nacht. Denn dann ist das ganze Spektakel in den buntesten Farben beleuchtet. Aufgewacht sind wir dann bei Sonnenaufgang, was auch einfach nur ein wirklich beeindruckender Anblick war.

Was für unfassbare Wassermassen und vor allem mit welchem Druck und welcher Geschwindigkeit dort hinunter fallen, wird einem aber dann erst so wirklich deutlich wenn man direkt davor steht. Das haben wir nämlich am Mittwochmorgen gemacht und hier sind auch die Bilder entstanden, die ihr in der Galerie findet.

Die Niagarafälle sind meiner Meinung nach definitiv eine Reise wert und den überwältigenden Anblick werde ich sicherlich nie vergessen.

Durch die Fälle läuft übrigens auch die Grenze zwischen Kanada und dem US-Bundestaat New York, wobei die Kandier definitiv die bessere Sicht auf das Spektakel haben.

Beeindruckt haben wir danach also die Grenze wieder überquert und haben uns so langsam auf den Rückweg gemacht. Dieses Mal sollte unsere Route allerdings auf der anderen Seite des Eriesees, also unterhalb auf der amerikanischen Seite, entlang gehen. Nach ungefähr 5 Stunden Fahrt und einigen Zwischenstopps – zum Beispiel auf dem ältesten Weingut New Yorks, waren wir dann durch den Bundesstaat Pennsylvania in Cleveland, Ohio angekommen. Auch diese Stadt haben wir uns angeschaut. Ich fand sie nicht sehr beeindruckend, eher ein bisschen runtergekommen. Aber vielleicht bin ich nach all den großen bombastischen Städten, die ich hier mittlerweile bereist habe auch einfach ein bisschen verwöhnt. Ungefähr eine Stunde von Cleveland entfernt haben wir dann die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verbracht.

Und am Donnerstag ging es dann leider schon wieder zurück von Ohio, über Indiana nach Chicago. Das Rennauto abgegeben und zurück zu Hause waren wir ganz schön platt und auch an diesem Tag – wie an den meisten – sind wir wieder sehr früh ins Bett.

Am nächsten Morgen – also freitags – war für Papa dann packen angesagt und ich musste an dem morgen auch arbeiten. Nachdem wir dann mit den Kids noch Mittagessen waren, habe ich Papa zum Flughafen gebracht., wo wir uns dann nach einer sehr ereignisreichen und intensiven Woche voneinander verabschieden mussten.

Die ganze Woche hat mir unglaublich gut getan und ich habe sie mehr als gebraucht. In einer Woche waren wir in sieben US-Bundesdtaaten und Kanada. Und jeden einzelnen Moment habe ich sehr genossen. Es hat unglaublich gut getan auch mal wieder Kind sein zu dürfen und für ein paar Tage keine so große Verantwortung tragen zu müssen.

Papa, ich werde diese Woche nie vergessen. Du bist der Beste und ich liebe dich.

Bis ganz bald!

 

Eure Lisa

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